Über die Autorin / über den Autor


Geboren wurde Sandra Kalniete 1952 in Sibirien. Auf der Grundlage persönlicher Erlebnisse und von Archivquellen erzählt sie in eindrücklicher Weise die Geschichte ihrer Familie, die das Schicksal all jener teilen musste, deren Leben durch die Entscheidungen zweier totalitärer Regimes nach 1939 eine dramatische Wendung nahm. Sandra Kalnietes Eltern, beide noch minderjährig, wurden am 14. Juni 1941 bzw. am 25. März 1949 vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet und nach Sibirien deportiert, wo sie einander kennenlernten. Kalnietes Großväter kamen in den Lagern des Gulag ums Leben; ihre Großmutter Emilija starb an den Folgen der unmenschlichen Lebensbedingungen, an Hunger und Auszehrung. Mit ihren Eltern durfte die damals fünfjährige Sandra erst nach Stalins Tod in ihr Heimatland zurückkehren. Sandra Kalniete war eine aktive Schlüsselfigur im Unabhängigkeitskampf Lettlands von 1990. Sie wurde Botschafterin ihres Landes in Frankreich und bei der UNESCO und führte ab 2002 als Außenministerin Lettland in die EU.

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