Ein Lebensbericht wird zum Dokument der Zeitgeschichte. Die Authentizität der Erlebnisse nimmt gefangen, weil sie uns ohne jedes Pathos begegnet. Der Autor von „Jenseits der Steppe” berichtet, was vorher und nachher war.
1916 – einer jener Jahrgänge, die der zweite große Krieg des Jahrhunderts geprägt hat. Die Jugendzeit war hart und voller Entbehrungen, aber man biss sich durch, hatte Ziele vor Augen und Hoffnung im Herzen. Dann der Sog des Kriegs, der alles verschlang. An der Westfront, so manche Gefahr überlebt, einen Schutzengel gehabt. Dann in den Weiten Russlands: glühende Hitze und Eiseskälte, den Tod stets zur Seite. Auch dort überlebt. Die Erinnerung bewahrt durch das (verbotene) Tagebuch. Dann wieder in Frankreich. Das Ende des Kriegs und die Gefangenschaft. Sie zu überleben erforderte mehr als Glück. Am Ende konnte endlich das Leben beginnen.
