»Die Fremde ist wie ein unbekannter Wald.«
»In Amerika war ich nicht in der wahren Freiheit, sondern befand mich wieder in einem Käfig. Meine Freiheit war, dass ich nicht durchsucht wurde und über alles schreiben konnte. … Unsicher war mein Stand. Vielleicht würde ich noch lange, sogar bis zu meinem Tod, nicht wieder russischen Boden betreten können – den amerikanischen aber konnte ich nicht als den meinen empfinden. Ohne feste Erde unter den Füßen, ohne sichtbare Verbündete. Zwischen zwei Weltmächten, im Mühlwerk.«
Im amerikanischen Exil fand Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn keine neue Heimat. Doch sein Kampf gegen die Lüge zeigte Wirkung. Nach dem Ende des Kommunismus, an dem er als moralische Autorität und Sprecher der politisch Verfolgten maßgeblichen Anteil hatte, kehrte er triumphal nach Russland zurück.
Meine amerikanischen Jahre
Aus dem Russischen von Andrea Wöhr und Fedor B. Poljakov
1. Auflage 2007, 576 Seiten
ISBN: 978-3-7844-3112-3
39,90 EUR D / 41,10 EUR A / 70,00 CHF (UVP)
LangenMüller
Klappentext
Mit seinem Appell »Lebt nicht mit der Lüge!« hatte Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn die Sowjetmacht herausgefordert. 1974 wurde er ausgewiesen, fand Aufnahme bei Heinrich Böll, lebte in Zürich und ließ sich dann im amerikanischen Cavendish in Vermont nieder. Die erhoffte Ruhe, um sei... mehr
Pressestimmen
»Diese Memoiren sind ein Schlüsseltext für das Verständnis Solschenizyns. Solschenizyn wird ein Mythos des 20. Jahrhunderts bleiben, so wie er einer der wenigen Schriftsteller ist, die ihre Zeit namhaft beeinflusst haben.«Neue Zürcher Zeitung
»Indem Solschenizyn Zug um Zug die hysterische Reaktion der westlichen Welt auf seine partikulare und bewusst selbstbeschränkende Weltanschauung darstellt, hält er dem Westen den Spiegel vor. (...) Seine Memoiren geben Einblick in seine Kompromisslosigkeit und in die Schwierigkeiten, im Westen als öffentlicher Intellektueller mit Weltanschauungen zu leben, die nicht liberal, rational und säkular sind.«
Süddeutsche Zeitung
