Weit über die Grenzen seines Faches hinaus hat das Werk des Historikers und Geschichtsdenkers Ernst Nolte Anerkennung, aber auch Widerspruch gefunden. In das Blickfeld auch der außerwissenschaftlichen Debatte geriet er seit 1986 durch seine Thesen über die äußere und innere Beziehung zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus, die den "Historikerstreit" auslösten.
In vorliegender Sammlung von Studien, Vorträgen und Artikeln aus den Jahren 1990 bis 2000 fasst Ernst Nolte sowohl "Revisionen" als unentbehrliche Bestandteile der Geschichtswissenschaft wie auch verschiedenartige "Revisionismen" unter mehreren Blickpunkten ins Auge. Letztlich geht es ihm jedoch um die Frage, ob ein kritisches und distanzierendes Denken sich heute gegen eine zumal in Deutschland mächtige Tendenz zu behaupten vermag, die den "Holocaust" als den Einbruch eines außerhistorischen "absoluten Bösen" betrachtet und daher einen quasi-religiösen Charakter hat.
Aus dem Inhalt:
- Ideologische Konflikte und die Geschichtsschreibung im 20. Jahrhundert
- Revision - Revisionismen - Konzeptionen
- Historische Tabuisierungen in Deutschland
- Europa vor der Jahrtausendwende
- Die Problematik des 8. Mai 1945
- Die Rechte und die Linke im liberalen System
- Rückblick und Rechenschaft nach vier Jahrzehnten
