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"Wer Knecht ist, soll Knecht bleiben"

"Wer Knecht ist, soll Knecht bleiben"

Die "königlich-bayerischen Sozialdemokraten" Erhard Auer, Ignaz Auer und Georg von Vollmar

2000, 1. Auflage, 384 Seiten
ISBN: 978-3-7844-2794-2
24,90 EUR D / 25,60 EUR A / 44,90 CHF (UVP)
LangenMüller
Die Geschichte der SPD in Bayern ist geprägt von Wechselhaftigkeit und Flügelkämpfen. Ihre maßgeblichen Persönlichkeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Ignaz Auer, Georg von Vollmar und Erhard Auer, denn sie galten als federführend im Kampf um soziale Gerechtigkeit. Die SPD hat insbesondere Erhard Auer sehr viel zu verdanken - ihm wird mit diesem vorliegenden Buch ein längst fälliges Denkmal gesetzt.

Erhard Auer (1874-1945), der sich zielstrebig vom Bauernknecht zum Volksminister unter Ludwig III. empor gearbeitet hatte, konnte mit seinen überzeugenden und mitreißenden Reden die Massen erreichen. Kurt Eisner und der linke Parteiflügel standen ihm äußerst kritisch gegenüber. Am Tage des Eisner-Mordes ereignete sich eine heftige Schießerei im Parlament, bei der Auer schwer verletzt wurde.
Als erklärter Feind der Nazis wurde er wiederholt ins KZ Dachau verschleppt und dort schwer misshandelt. 1937 verwies man ihn aus Bayern. In Karlsruhe fand er zusammen mit seiner Frau Sofie eine Zuflucht. Nach ihrem Tod verbrachte er seine letzten Jahre einsam und vergessen in einem Altenheim in Giengen a. d. Brenz, wo er 1945 starb.