Die Aufsehen erregende Studie eines international angesehenen Psychiaters, eines Kulturhistorikers und eines Soziologen stützt sich auf ein Psychosenmodell, das den aktuellen Forschungsstand zum Verhältnis von "private self" und "public self" innovativ verarbeitet. Mit Hilfe dieses neuen Erklärungsmodells unter Einbeziehung und kritischer Revision neuen Materials wird gezeigt, dass Hitler auch im klinischen Verständnis geisteskrank war und nur deshalb nicht in einer Anstalt endete, weil er eine ungeheure Akzeptanz des Publikums hervorzurufen vermochte.
Hitlers pathologische Strukturmerkmale hatten sich bereits in seiner Jugend ausgeprägt und erfüllten schon lange vor der "Machtübernahme" alle Kriterien einer schizophrenen Psychose. Ein roter Faden der übersteigerten Kompensation persönlicher Kränkungen zieht sich durch Hitlers Biografie - von der frühesten Schamreaktion über das Versagen vor den Erwartungen der Mutter, die Ablehnungen an Schule und Kunstakademie, die Demütigungen im Männerwohnheim und als Stadtstreicher sowie der Kamaradenspott während des Ersten Weltkriegs bis hin zur systematischen Ermordung von Zeugen seines Privatlebens und schließlich der Ausrottung aller, die zu Hassobjekten seiner Schamabwehr geworden waren.
