Sie waren Freiwild für Soldaten: Ein Opfer bricht sein Schweigen über ein Tabuthema.
Im Januar 1945 überrollt die Rote Armee in einer militärischen Offensive die deutschen Ostgebiete und zwingt die deutsche Zivilbevölkerung zur Flucht. Die fünfzehnjährige Gabi Köpp verschlägt es in ein Gehöft, wo bereits viele andere Vertriebe Zuflucht gesucht haben. Sicher vor den Übergriffen der russischen Soldaten ist sie dort jedoch nicht. Wiederholt wird Gabi Opfer sexueller Gewalt – rücksichtslos verraten und ausgeliefert von ihren Leidensgenossinnen.
Was sie erlebte, vertraute Gabi Köpp damals nur ihrem Tagebuch an. Heute hat sie aus den Notizen einen erschütternden Bericht über den Beginn ihrer mehrmonatigen Flucht und ein lange tabuisiertes Kapitel der Kriegszeit gemacht: das völkerrechtswidrige Verbrechen der Vergewaltigung von Frauen.
Mit einem wissenschaftlichen Nachwort der Historikern Dr. Birgit Beck-Heppner, ausgewiesene Expertin zum Thema „Massenvergewaltigung” und „Völkerrecht”
Warum war ich bloß ein Mädchen?
Das Trauma einer Flucht 1945
2. Auflage 2010, 160 Seiten mit Abb.
ISBN: 978-3-7766-2629-2
16,99 EUR* D / 17,50 EUR* A / 25,90 CHF* (UVP)
Herbig
Klappentext
Januar 1945. Das schnelle Vorrücken der russischen Truppen an der deutschen Ostfront schlägt unzählige Deutsche in die Flucht. Als Gabi Köpp mit ihrer Schwester Juliane aus ihrem Heimatort Schneidemühl in der damaligen Grenzmark Posen-Westpreußen fliehen muss, ist sie fünfzehn Jahre alt. Ihr Ziel: B... mehr
Pressestimmen
„Das Buch ist ein einzigartiges Dokument. (...) Weil der Bericht nicht um der Schönheit des Wortes willen geschliffen wurde, wirkt er so ergreifend. Ihre Erzählung hat einen Sog, der aus der Authentizität von Sprache und Erleben entsteht.”Der Spiegel
