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Wunderwelt der Höhlen

Wunderwelt der Höhlen

2002, 2. Auflage, 160 Seiten geb. mit SU
ISBN: 3-7628-0565-2
ISBN: 978-3-7628-0565-6
9,95 EUR D / 10,25 EUR A / 18,20 CHF (UVP)
Bechtle

Höhlen sind mehr als dunkle, im Licht der Karbidlampe aufleuchtende Hohlräume. Sie haben eine Geschichte und sie bewahren Geschichte. Frühe Spuren unserer Ahnen haben sich in den Höhlen erhalten. Ergriffen stehen wir vor den Bildern, die eiszeitliche Künstler an die Höhlenwände malten. Auch zarte Elfenbeinfigürchen belegen die Kunstfertigkeit jener Menschen der Altsteinzeit, von denen wir vieles aber noch lange nicht alles wissen. Ernst Waldemar Bauer erzählt von der Entdeckung der Bilderhöhlen von Altamira und Lascaux.

So lebensfeindlich die Welt der Finsternis erscheinen mag, es gibt nicht wenige Spezialisten im Tierreich, die sich auf diesen Lebensraum eingestellt haben. Nachtgespenster wie die Fledermäuse, die Salangane und die Höhlenvögel, die Alexander von Humboldt als erster beschrieb. Nicht zu vergessen sind die bleichen Gestalten wie der Grottenolm und die vielen Winzlinge im Untergrund. Höhlen entstehen durch Auflösung des Muttergesteins, durch die Arbeit der Brandung an der Steilküste. Regen und Schmelzwasser lösen tiefe Rinnen aus dem Kalkfels der Gebirge. In den Tropen entwickelt sogar der Granit Karstformen. Ernst Waldemar Bauer erklärt, wie Höhlen entstehen und sich entwickeln, wie Schutt und Lehm, Tropfstein und Eis in die Höhle kommen.

Die Entdeckung von Neuland, von nicht betretenem Boden, ist an der Erdoberfläche kaum noch möglich, vielleicht in den Wüsten und irgendwo im tropischen Regenwald. Das Reich der Höhlen aber lockt noch immer mit dem Reiz des Unbekannten, des Unentdeckten. Der Schauder, der in früheren Jahrhunderten das Verhältnis der Menschen zu den Höhlen bestimmte, hat Abenteuerlust und Forscherdrang Platz gemacht. Kein Schacht ist zu tief, keine Höhle zu lang. Junge Leute verbringen Tage und Wochen im Reich der Finsternis, um Beobachtungen und Experimente zu machen und neue Räume zu vermessen.

Nie gesehene Bilder reizen den Fotografen. Die Pracht der Tropfsteinwelt, das Glitzern der Kristalle, die bizarren Figuren der Exzentriques. Die Schilderung des Höhlengängers, der sich durch eine Spalte zwängt, oder des Tauchers, der wassererfüllte Hohlräume erkundet, gehören zur Höhlenforschung. Bei Ernst Waldemar Bauer spürt man, dass er solche Situationen aus eigener Erfahrung kennt.


""Bauer schwärmt: ""Gleißendes Magnesiumlicht lässt das Höhleneis in blauen und grünen Tönen leuchten."" Und diese Begeisterung ist beim Lesen ansteckend.""
Die Welt

""Der von vielen Fensehsendungen bekannte Autor stellt sachkundig Höhlen aus aller Welt vor.""
Main Echo