Klappentext
Nach 33 Jahren am Wiener Burgtheater ist Kammerschauspieler Robert Meyer ab der Spielzeit 2007/2008 neuer Direktor an der Volksoper Wien. Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen: Der Künstler erzählt von seinen Anfängen, seiner Familie im bayerischen Trostberg, seinem Zwillingsbruder Simon, seinen Lehrjahren
... mehr am Salzburger Mozarteum, wo er als Naturtalent galt, seinem Spontan-Engagement 1974 an das Burgtheater. In der Direktionszeit von Achim Benning erlebt er einen steilen Aufstieg und wird durch dessen Nestroy-Inszenierungen während der Direktion Peymann, seine Nestroy-Soloprogramme, seine Nestroy-Inszenierungen und -darstellungen in Reichenau zum außergewöhnlichen Nestroy-Schauspieler mit Schärfe, Diktion, Humor und Intelligenz.
Heinrich Schweiger, sein Lehrer am Mozarteum und späterer Kollege, bezeichnet ihn als einen „Schauspieler mit Licht”, mit Persönlichkeit, der - wie Achim Bening in seinem Beitrag zu diesem Buch schreibt - in all den vielen Nicht-Nestroy-Rollen Sprache „schicksalsfähig zum Leben erweckt”. Als Enseblevertreter und -sprecher während der Direktion Peymann gewährt uns Robert Meyer Einblicke in die Auseinandersetzungen um und mit diesem umstrittenen Theaterleiter. Er führt uns durch die ersten elf Jahre der Reichenauer Sommerfestspiele mit dem für ihn so abrupten Ende, spricht über Regie, Komik auf der Bühne, Musiktheater, legt verschiedenste Rolleninterpretationen dar und erklärt seine Pläne für die Volksoper.
Der private Robert Meyer zeigt sich in den sehr persönlichen, oft humorvollen Schilderungen seines Bruders, seiner heute erwachsenen Kinder und seiner Frau. Stellungnahmen ihm Nahestehender und Zitate aus vielen Kritiken lassen uns mehr als dreißig Jahre Burgtheatergeschichte miterleben.