Die Tage von Stammheim
Als Augenzeuge beim RAF-Prozess
Ulf G. Stuberger hat als einziger Journalist den fast zwei Jahre dauernden Strafprozess gegen Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ensslin 1975 bis 1977 durchgehend im Gerichtssaal verfolgt. Dabei geriet er zwischen die Fronten. Staatsschutzorgane hielten ihn für einen „Sympathisanten der Terroristen”, die RAF setzte seinen Namen auf ihre Abschussliste. Er musste unter ständigem Personen- und Objektschutz leben – und schließlich Deutschland verlassen. Er schildert das wohl spektakulärste Strafverfahren der Bundesrepublik aus persönlicher Sicht mit den Folgen für sein Leben.
Mit zahlreichen Fotos und Dokumenten und einem Originalinterview mit dem RAF-Aussteiger und „Kronzeugen” Gerhard Müller.
Klappentext
Der „Deutsche Herbst” war 1977 der Höhepunkt des Terrorismus der Roten Armee Fraktion. RAF-Kommandos versuchten vergeblich, ihre in Stuttgart-Stammheim einsitzenden Anführer Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe freizupressen. Ulrike Meinhof hatte sich am 9. Mai 1976 in der Haft das Lebe... mehr
Pressestimmen
„Spannend und brillant erzählt. Sehr lesenswert!”NDR Info
„Eine detailgenaue Rekonstruktion, basierend allein auf Fakten, die zum Teil bis in die Gegenwart wirken. Packend wie ein Krimi. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Stuberger hier Informationen preisgibt, die bislang unter Verschluss waren."
bücher, Ausgabe Nr. 4, 2007
„Der Autor lässt so überzeugend wie anschaulich eine von starker Polarisierung geprägte Zeit Revue passieren. (...) Das ansprechend geschriebene und nicht auf Sensationshascherei angelegte Buch ist gerade aufgrund der subjektiven Sicht ein authentischer Beitrag zum ‚deutschen Herbst’ vor dreissig Jahren - wegen der überaus gut eingefangenen aufwühlenden Atmosphäre und wegen vieler Neuigkeiten. (...) Das Interview mit Müller im Anhang ist für die Strategie der RAF erhellend wie kaum eines mit einem Ex-Terroristen."
Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2007
„ …kein Autor schrieb bislang aus dieser Perspektive. Keiner war so lange so dicht dran an Baader & Co. Die düstere Stimmung in Stammheim, die Pleiten und Pannen, die Belege für die Brüchigkeit unseres so stabil geglaubten Systems, all das verdichtet sich am Ende zu einem Text mit Thriller-Qualität."
Deutschlandradio 13.12.2007
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