Die Schwestern Hélène und Simone Beauvoir
Die eine war blond, die andere brünett. Die eine war Malerin, die andere Schriftstellerin; die eine war besonnen, die andere rebellisch. Schon früh waren ihre Rollen verteilt. Trotz ihrer Unterschiede waren Hélène und Simone de Beauvoir durch eine lebenslange Liebe miteinander verbunden, der weder die Zeit noch die weltanschaulichen und politischen Meinungsverschiedenheiten etwas anhaben konnten.
Während Simone ihren Abschluss in Philosophie macht und Jean-Paul Sartre begegnet, der ihr ganzes Leben und Denken mitprägen sollte, hat Hélène bereits ihre erste Gemäldeausstellung, bei der auch Picasso anwesend ist. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs werden die Schwestern getrennt. Hélène vermählt sich in Lissabon mit Lionel de Roulet, einem Schüler Sartres und leidenschaftlichen Verteidiger des freien Frankreichs.
In dieser schweren Zeit veröffentlicht Simone ihren ersten Roman und Hélène versucht, in der Malerei neue Wege zu finden. Die eine erlangt Berühmtheit, die andere strebt danach, steht aber trotz vieler Ausstellungen immer wieder im Schatten der älteren Schwester. Eifersüchteleien, enttäuschte Liebe, Rivalitäten und politische Konflikte beherrschen das Leben der beiden und verstärken doch ihr gegenseitiges Vertrauen. Das Jahr 1968 vereinigt sie erneut bei dem Abenteuer "Kampf um die Frauenrechte", das Claudine Monteil mit ihnen erlebt.
Die Autorin schildert die Freuden, den Kummer und die Kämpfe dieser beiden ungewöhnlichen Frauen, von denen die eine ein umfangreiches literarisches Werk und die andere über achthundert Bilder hinterlässt - eine lebendige und faszinierende Geschichte.
Pressestimmen
„Die Historikerin Claudine Monteil hat mit ihrem Buch eine recht intime Hommage an die zwei Schwestern de Beauvoir vorgelegt. Dabei legt sie als Frauenrechtlerin natürlich einen Schwerpunkt auf das Engagement der beiden Frauen in der Frauenbewegung. Eine sehr interessante Lektüre."Rhein-Neckar-Zeitung
„Sehr gewissenhaft zeichnet Claudine Monteil ein Bild der widersprüchlichen Beziehung zwischen zwei Schwestern, die auf der Suche nach Freiheit und Anerkennung sind. Die eine Schriftstellerin, die andere Malerin, die eine mit Ruhm überschüttet, die andere immer bemüht, aus dem Schatten ihrer illustren Schwester herauszutreten... Claudine Monteils Biografie ist eine Hommage voller Zärtlichkeit, Bewunderung und Emotionen ..."
Elle
„Eine mit Leidenschaft geschriebene Biographie, die sich sehr gut liest. Geschickt wechselt sie zwischen der privaten und der öffentlichen Sphäre und schildert auch das politische und literarische Leben in Frankreich nahezu eines ganzen Jahrhunderts."
France Soir
