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Heinrich Schliemann - Der Traum von Troja

Heinrich Schliemann - Der Traum von Troja

Biographie von Franz Joseph Brustgi. Mit 20 Abbildungen

2004, 2. Auflage, 304 Seiten
ISBN: 3-485-01034-0
ISBN: 978-3-485-01034-4
9,95 EUR D / 10,25 EUR A / 18,20 CHF (UVP)
nymphenburger
Die Archäologen und Historiker des 19. Jahrhunderts leugneten, dass Homer je gelebt habe, und sie hielten die Heldensagen für spannende Märchen. Einer aber vertraute auch nach zweieinhalbtausend Jahren den Worten des Dichters: Heinrich Schliemann.

Die Biographie des Schliemann-Experten Franz Georg Brustgi läßt das faszinierende Bild eines sehr modernen Menschen entstehen: Mit dem Geschick und der Energie eines klugen Managers erwirbt sich Schliemann in jungen Jahren ein großes Vermögen, um sich von der Mitte seines Lebens an nur noch mit seinem Hobby zu beschäftigen.

Die Ausgangslage war: ärmste Verhältnisse, schwache Gesundheit und mangelnde Bildungsmöglichkeit. Dann ist es wie im Märchen: Die Börse, Geschäfte mit Indigo, ein eigenes Handelshaus in St. Petersburg, der Krimkrieg, Handel mit Salpeter, eine Weltreise und schließlich großer Reichtum - das waren die Voraussetzungen. Bis dahin hatte Schliemann sich zwanzig Sprachen und alles erreichbare Wissen über die Antike angeeignet. Mit der entsprechenden finanziellen Absicherung als Basis widmete er sich ganz der Archäologie. 1868 ließ er sich in Athen nieder. Als einziger all derer, die vorher nach Troja geforscht hatten, erkannte er bei dem Besuch des in Frage kommenden Geländes intuitiv die wirkliche Lage. 1871 tat Schliemann die ersten staatlich sanktionierten Spatenstiche. Seinem Finderglück verdankt man u.a. die Hebung der Goldschätze von Troja und des reichen Goldschmuckes der Königsgräber von Mykene. Seine Forschungsergebnisse wie schon zuvor die Berichte über alle entscheidenden Phasen seines abenteuerlichen Lebens hat er in Aufsätzen, Schilderungen und Briefen in klarer, lebendiger Sprache festgehalten.

Der Herausgeber Franz Georg Brustgi konnte auf diese anschaulichen Texte zurückgreifen, um das Leben einer der größten Persönlichkeiten unter den Entdeckern aller Zeiten darzustellen. Und er erfüllt mit seiner lebendigen Darstellung so gleichzeitig den Anspruch des Historikers auf Dokumentation.