Klappentext
Eins ist sicher: Paradiesische Zustände herrschten noch nie in der Welt der Banken. Im gottgewollten Paradies gab es weder Geld noch Banken. Beide tauchten erst nach dem Sündenfall auf, auch in der Bibel. Dort als notwendiges Übel und als Ärgernis, denkt man nur an den Auftritt Jesus im Tempel. Und
... mehrda das Geschäft mit dem Geld als unchristlich empfunden wurde, gab es dann auch gleich ein Zinsverbot. In die Lücke sprangen bekanntlich die Juden und mussten dafür immer wieder bitter büßen. Das ist natürlich längst Geschichte, von der sich Banken und Banker gründlich emanzipiert haben. Selbst der Vatikan nennt eine Bank sein Eigen, die gar vor einiger Zeit in eine höchst unchristliche Schieflage geriet. Auch hier soll eine eher teuflische Gier die ausschlaggebende Rolle gespielt haben.
Banken besetzen in unseren heutigen Gesellschaft eine Rolle, die mit dem Begriff "übermächtig" bezeichnet werden kann. Keine Branche verfügt über eine derartige Omnipotenz, ist sich deren aber auch mehr als bewusst und setzt die übermäßige Macht auch gern und nicht selten sogar skrupellos ein. Im Großen, wie im Kleinen. Als Kunde einer Bank, ganz gleich ob als "Kleine(r) Mann/Frau" oder als Unternehmen, sitzt man immer am kürzeren Hebel. "Was ist der Überfall auf eine Bank gegen die Gründung einer Bank!" räsonierte Bert Brecht. Der Kreditnehmer sollte stets an Mark Twain denken: "Der Banker ist ein Kerl, der bei Sonnenschein Schirme verleiht und sie bei Regen wieder einzieht." Und der Anleger in der Meinung eines großen Bankiers: "Der Aktionär ist dumm, weil er Aktien kauft, und er ist unverschämt, weil er auch noch eine Dividende haben will." Aphorismen, hinter denen bittere Wahrheiten und Erfahrungen stecken, kleine und große Schicksale: der Häuslebauer, dem eine falsche Finanzierung aufgeschwatzt wurde, der Anleger, der dem Rat eines "Fachmanns" seiner Bank vertraute, der Unternehmer, dessen Kredite bei seiner Hausbank an eine "Heuschrecke" verkauft wurden. Erfahrungen, bei denen schon mal Hass aufkommen kann.