„Alles ist messbar, auf die eine oder andere Weise. Was nicht messbar ist, existiert nicht, außer vielleicht in der Raumzeit, in der alles existiert.”
Lorie Karnath und G. Terry Sharrer erzählen die faszinierende Geschichte des Maßnehmens: auf dem Landwege, in der Seefahrt, in der Luft und im Universum. Sie beleuchten die Entwicklung der Zeitmessung ebenso wie Messungen in der ökonomischen Welt und Versuche, Nicht messbares wie Intelligenz, Schönheit oder die Seele in Daten zu fassen. Die Autoren geben dabei spannende Antworten auf Fragen, die unsere tägliche Wahrnehmung von Zeit und Raum bestimmen.
Die Faszination von Maßeinheiten und welchen Einfluss Zahlen auf unser Denken und unseren Alltag nehmen, unterhaltsam vermittelt.Aus dem Inhalt:- Tempus fugit: Maßeinheiten durch Raum und Zeit
- Vom Mythos zur Metrik: Landkarten und die Vermessung der Welt
- Am Himmel, auf dem Meer und zu Lande: Forscher und ihre Instrumente
- Planet Erde: Topografie, Geodäsie, Demografie, Lebenszeichen
- Planet Mensch: Farbe und Klang, Intelligenz und Schönheit, Liebe und Seele
- Raumzeit und Stringtheorie: Die Vermessung der Zukunft
- Das Instrumentarium: Ein Glossar
Klappentext
„Wir haben einen weiten Weg hinter uns, seit man glaubte, der Mensch lebe absturzgefährdet auf der Scheibe eines Zylinders, der sich vor dem Hintergrund eines unergründlichen Kosmos in einem Zustand prekären Gleichgewichts befand.”
Die Forscherin Lorie Karnath und der Wissenschaftshistoriker
... mehrG. Terry Sharrer nehmen uns mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Vermessens – zu Land, auf dem Meer, hinein in den Menschen und weit hinaus bis ins unendlich scheinende Universum. Sie berichten über die Anfänge des Vermessens von Zeit, Raum, Entfernung. Sie erklären, wodurch Entwicklungen in den Messtechnologien ausgelöst wurden und wie wichtige Instrumente des Messens funktionieren. Sie geben Einblick in die Entstehung dessen, was wir heute im Bereich Medizin oder Wirtschaftsmetrik als selbstverständlich hinnehmen, aber auch in Versuche, Nicht-fassbares wie Intelligenz oder das Gewicht der Seele zu vermessen.
Die Autoren berichten nicht nur über bewundernswerte Abenteurer und herausragende Entdeckungen, sie betrachten auch durchaus kritisch, zu welchem Zweck gemessen wird – zum Beispiel wenn Messungen für die Zwecke der Eugenik eingespannt wurden. Und sie fragen, ob das Abenteuer des Vermessens der richtige Weg ist, den Menschen, seine Umwelt und das Universum bis ins Kleinste und Größte zu verstehen, oder ob es manchmal nicht den Blick auf das Große Ganze verstellt. Denn durch das Messen versucht der Mensch nicht nur, Relationen zu schaffen und seinen Platz im Universum zu finden, er definiert zuallererst, dass die Dinge, die er misst, auch tatsächlich existieren.