»Mit der Zeit machte ich eine Entdeckung, die mich mehr und mehr beschäftigt. Die frühere Heimat, der Ursprung, sie verloren in dem Maße an Schärfe, in dem sich die neue Heimat abzeichnete und präzisierte. Die alte Heimat ging dabei nicht verloren, sondern sie wurde in Sprache und Kultur räumlich und inhaltlich erweitert. München, die neue Heimat, stieg in meiner Vorstellung konkreter auf und wuchs im Kleinen und in Kleinigkeiten zu einem Lebensgefühl heran.«
Eine außergewöhnliche Liebeserklärung zum 850. Geburtstag der „Weltstadt mit Herz” – ein Buch aus der Reihe „Herbig Horizonte”.
Klappentext
Miki Sakamoto kam 1978 als Au-pair-Mädchen aus Tokio nach München. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten war sie fasziniert von der Weltstadt mit Herz – und blieb es.
»Habe ich einfach Glück gehabt? Sicherlich auch und das nicht zu wenig. Aber warum gerade München? Hätte es nicht auch eine ande
... mehrre Stadt sein und ganz anders kommen können?« fragt sie im Rückblick auf ihre nunmehr dreißig Jahre in München, auf die Erfahrungen mit den Münchnern, ihren liebenswerten Charakterzügen und den manchmal schwer zu verstehenden und kaum zu akzeptierenden Eigenheiten der bayerischen Menschen.
Die Autorin nimmt uns mit auf einen Spaziergang durch München, das sie mit der ihr eigenen Sichtweise, die sich in Vielem von der europäischen unterscheidet, betrachtet. Ausgehend von ihrer ganz persönlichen Beziehung zu den Orten schildert sie Altbekanntes wie das Deutsche Museum aber auch Unerwartetes wie einen Besuch in der einzigartigen Zoologischen Staatssammlung, die nur einen Tag im Jahr für Besucher zugänglich ist. Ihr Buch bietet faszinierende Einblicke in offene und verborgene Winkel des Isar-Athens, die gerade durch den japanischen Blick, der vieles in einer ganz neuen Perspektive erscheinen lässt, bestechen.