Eine der mutigsten Frauen des 20. Jahrhunderts erzählt ihr Leben. Elly Beinhorn machte mit zwanzig Jahren den Pilotenschein, mit dreiundzwanzig startete sie allein zu ihrem ersten Afrikaflug, der mit einer Notlandung und vier Tagen Fußmarsch durch die Sahara endete. 1932 gelang ihr die Weltumrundung im Alleinflug, 1936 überflog sie innerhalb von 24 Stunden drei Kontinente (Afrika, Asien und Europa).
Die Flugpionierin schildert ihre abenteuerlichsten Flüge, spannende Begegnungen und „die tiefe Beglückung meines Erlebens in aller Welt. Welches Mädchen durfte allein diese Orte und Schätze an bevorzugter Stelle sehen – das war die Mühseligkeit und wohl auch manchmal die Gefahr unterwegs tausendmal wert.” (Elly Beinhorn)
Mit einem Vorwort von Bernd Rosemeyer jun. zum 100 Geburtstag seiner Mutter.
Klappentext
Sie flog als erste Frau um die Welt, „um die Eigenarten fremder Länder zu erleben”. Elly Beinhorn, 1907 in Hannover geboren, machte als eine der ersten Frauen in Deutschland den Pilotenschein. Mit dreiundzwanzig startete sie allein zu ihrem ersten Afrikaflug, um an einer wissenschaftlichen Expeditio
... mehrn teilzunehmen. Auf dem Heimflug musste sie wgen eines Ölrohrbruchs im Süden der Sahara notlanden und galt als verschollen. Man hatte sie bereits aufgegeben, als sie nach einer Woche mit einer Karawane von Eingeborenen im damals sagenhaften Timbuktu wieder auftauchte.
1932 brach sie unerschrocken zur Weltumrundung im Alleinflug auf, überflog mit ihrer einmotorigen Sportmaschine den Himalaya, bezwang die Kordilleren und kam bis nach Australien. Nach ihrer Rückkehr erhielt sie dafür die damals höchste Auszeichnung im Sportflug, den Hindenburg-Pokal, und wurde zur berühmtesten Sportlerin Deutschlands in den Dreißigerjahren. Es folgten eine Amerikareise und weitere Rekordflüge, viele Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaften in aller Welt.
1935 heiratete Elly Beinhorn den Rennfahrer Bernd Rosemeyer, dessen Karriere nicht minder sensationell verlief. Doch das Glück war von kurzer Dauer, denn nur zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes Bernd verunglückte er tödlich. Für Elly Beinhorn musste das Leben nach diesem großen Verlust weitergehen. Sie kehrte zurück in die Lüfte und zu der Gefahr und der Schönheit des Fliegens. Sie war unterwegs als Reporterin, veröffentlichte mehrere Bücher und schrieb Hörspiele für den Rundfunk. Erst mit siebzig Jahren gab sie ihren Pilotenschein ab.
In ihren Erinnerungen erzählt sie, wie sie zum Fliegen kam, wie diese Leidenschaft ihr Leben bestimmte in all seinen Höhen und Tiefen. Es entsteht das Bild einer mutigen Frau, die ihre Visionen in die Tat umsetzte, die dem Risiko nicht aus dem Weg ging, die sich immer von ihrer Neugier auf alles Neue leiten ließ. Elly Beinhorn berichtet aus ihrem aufregenden Leben: „Rekorde müssen sein wegen der ganzen Weiterentwicklung, zur Anregung für die Industrie, um für die Verkehrsfliegerei die Reklametrommel zu rühren. Aber mich interessiert das nicht. Ich möchte die Wunder der Welt erleben."