Unbedingter Erfolgswillen und politisches Kalkül führen die junge Wienerin Stephanie Richter in die High Society der 1930er-Jahre. Der jüdischen Bürgerstochter gelingt nicht nur der Sprung in den Hochadel und die besten Gesellschaftsschichten Englands, über den Zeitungsmogul Lord Rothermere kommt Stephanie von Hohenlohe sogar in Kontakt mit Hitler.
Der »Führer« setzt seine »liebe Prinzessin« als Geheimdiplomatin für die deutsche Sache ein – durchaus mit Erfolg, bis sie in den USA als Spionin verhaftet wird. Doch das ist nicht das Ende der Karriere. Vielmehr führt sie diese nach dem Krieg unter Axel Springer und Henri Nannen zielstrebig als Zeitungsjournalistin fort.
Martha Schad schreibt das facettenreiche Porträt einer der schillerndsten Frauen des Dritten Reiches.
Klappentext
Als die Wiener Jüdin Stephanie Richter 1891 geboren wurde, ahnte niemand, dass sie einmal mit den Mächtigen der Welt verkehren würde. Durch die Ehe mit Franz Augustin Maria Prinz von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst avancierte sie zur Prinzessin. Bald darauf begann sie, ihre Karriere auf interna
... mehrtionaler Ebene voranzutreiben. Zunächst agierte sie als Türöffnerin für den englischen Zeitungsmogul Lord Rothermere. In seinem Auftrag erhielt sie Zugang zur Reichskanzlei und lernte ihren ständigen Widersacher Joachim von Ribbentrop, Hitlers persönlichen Adjutanten Fritz Wiedemann und Adolf Hitler selbst kennen, der ihre guten Verbindungen im Ausland früh zu schätzen wusste.
Ende 1939 folgte sie ihrem langjährigen Geliebten Fritz Wiedemann in die USA, den Hitler nach Bekanntwerden der geheimen Liaison umgehend nach San Francisco hatte versetzen lassen. Dort setzte sich Stephanie ganz im Sinne der Nationalsozialisten als "Friedensstifterin" für die deutsche Sache ein - bis sie trotz ihrer guten Beziehungen zum FBI-Chef Edgar J. Hoover bei Kriegseintritt der USA 1941 als Spionin interniert wurde.
Nach dem Krieg kehrte sie nach Deutschland zurück und nutzte ihr Netzwerk nun für ihre journalistische Tätigkeit im Dienste von Quick, Stern und Springer Verlag. Bis zu ihrem Tod vermittelte die "Dame mit den Kontakten" Gespräche mit hochrangigen Persönlichkeiten wie König Paul von Griechenland, Kaiserin Farah Diba von Persien und den US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson.
Die Historikerin Martha Schad zeichnet spannend und detailliert den Lebensweg einer Frau, die mit unbedingtem Erfolgswillen und skrupellosem politischen Opportunismus eine beispiellose Karriere machte.