Ein Wanderer zwischen den musikalischen Welten: Die Biografie über den genialen Visionär Eberhard SchoenerScheinbar Unvereinbares zusammenzubringen – das ist Eberhard Schoeners Markenzeichen. Er ließ Procol Harum und den Tölzer Knabenchor gemeinsam auftreten, arbeitete mit Sting, organisierte die erfolgreichen „Klassik-Rock-Nächte”, das erste Satellitenkonzert der Welt und schrieb u.a. die Filmmusik für Derrick. Als Komponist, Dirigent sowie Initiator internationaler Musik-Projekte ist er seit den 60er-Jahren wegweisend. Schoener lässt sich nie festlegen, unabhängig davon, ob er sich mit klassischer, elektronischer oder ethnischer Musik auseinandersetzt. Wie lebt jemand, den es immer weiter vorantreibt, der nie zufrieden ist, immer auf der Suche nach dem Einzigartigen?
„Ich fühlte mich von Anfang an wohl in seiner Gegenwart. Er strahlte eine grenzenlose Energie aus.”
Sting in seinem Originalbeitrag für dieses Buch
„Er machte schon Weltmusik, als es diesen Begriff noch gar nicht gab.”
Fritz Rau
Eberhard Schoener im Interview: „Mensch, Otto!” Podcast auf Bayern 3 Radio
Klappentext
Eberhard Schoener war Weltmusiker, lange bevor dieser Begriff existierte. 1962 gab er seine berufliche Sicherheit als Erster Geiger an der Bayerischen Staatsoper auf - bereit, sich voller Hingabe in Projekte zu stürzen, deren Verlauf stets ungewiss war. 1969 holte Schoener den ersten Moog-Synthesize
... mehrr nach Deutschland, kombinierte ungewohnte elektronische Klänge mit traditioneller balinesischer Gamelan-Musik. Angetrieben von der Leidenschaft, scheinbar Unvereinbares zusammenzubringen, suchte und fand er neue Wege zwischen musikalischen Welten.
Seine Klassik-Rock-Nächte, bei denen die angesagtesten Bands mit den besten Orchestern auftraten, begeisterten in den 80er-Jahren Klassikfreunde und Rockfans gleichermaßen. Begegnung wurde zum Schlüsselwort seines Lebens. „Wir haben genügend Gemeinsamkeiten, um uns in den anderen einfühlen zu können, aber es gibt zwischen uns auch genügend Unterschiede, die dafür sorgen, dass die Energie unserer Freundschaft erhalten bleibt”, so sein Freund Sting, der einen Originalbeitrag für dieses Buch verfasste.
Mit dem ersten Satellitenkonzert der Welt schrieb Eberhard Schoener Geschichte und betrat als Komponist für TV-Serien wie Derrick abermals Neuland. Berührungsängste in der Musik sind dem wagemutigen Visionär fremd, seine Neugier auf die unterschiedlichsten Genres ist bis heute unerschöpflich. Was für ihn zählt, ist das Gefühl. Stefanie Schoener, die seit ihrer Heirat 1967 zahlreiche Projekte ihres Mannes begleitet, beschreibt in dieser Biografie die Wurzeln seiner musikalischen Leidenschaft, seine vielfältigen Projekte und auch, was es bedeutet, mit einem rastlos Suchenden zu leben.