Ein halbes Jahrhundert hautnah erlebter Politik
In seinen Erinnerungen schildert Gerald Hinteregger ein halbes Jahrhundert Zeitgeschehen, wie er es erlebt hat. Seine diplomatische Karriere führte ihn nicht nur zu Spitzenpositionen im österreichischen Auswärtigen Dienst und bei den Vereinten Nationen; sie bot ihm auch die Gelegenheit zur Mitgestaltung der österreichihschen Außenpolitik. Wichtige Stationen seiner diplomatischen Karriere sind die dreieinhalb Jahre als persönlicher Sekretär des Außenministers Bruno Kreisky, die Zeit als Kabinettschef der Außenminister Kirchschläger und Bielka sowie die sechs Jahre als Generalsekretär im Außenministerium, wo er das Ende der Ära Kreisky erlebte. Bei seinen Auslandstätigkeiten war er Zeuge außergewöhnlicher Entwicklungen und Ereignisse: die Ära Chruschtschow in Moskau, das Jahr 1968 und die Auswirkungen des Vietnam-Krieges in den USA, der Tod Francos und die Demokratisierung Spaniens, der „Immobilismus” der Ära Breschnew in Moskau. Die
radikalen Umwälzungen in Osteuropa und der Sowjetunion in der Zeit von 1987 bis 1993 erlebte er an der Spitze der ECE in Genf, der Regionalkommission der UNO für Gesamteuropa.
