Bubendorfer, für den „die Sicherheit, aber gleichzeitig auch alles Risiko, einzig in uns selbst liegt”, hat nicht nur mit seinem besonders spektakulären, auf den ersten Blick wahnwitzigen und daher auch umstrittenen Alleingangs-Stil in den Bergen einen neuen Weg beschritten und ist damit weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus bekannt geworden. Er hat auch immer versucht, im Ausdruck und in der Beschreibung seiner Erlebnisse und Erfahrungen seinen eigenen Weg zu finden.
Autobiografische Eindrücke und Erfahrungen eines Menschen, dessen Leben „die Steine” sind, und eine klassische Metamorphose bilden den Ausgangsbuch für das vorliegende Buch: ein anfangs scheinbar unverletzlicher, Berge besteigender "Knabe mit goldenem Haar" meint ohne über den Umweg eines sinnbildlichen Abstiegs von Gipfel zu Gipfel der Sonne entgegenfliegen zu können. Irgendwann findet er sich aber schwerverletzt am Grunde einer eisigen Schlucht wider und erfährt seine Fehlbarkeit und Sterblichkeit. Es dauert Jahre der Katharsis, bis er damit umzugehen lernt und, trotz bleibender Verletzungen, wieder - und sogar noch „höher” aufsteigen kann.
