"Meinen siebenten Lebenslauf begann am 13. Juli 1951 Oberst Frantiºek Fiz, der mir zugeteilte Satan, Abteilungsleiter im tschechoslowakischen militärischen Nachrichtendienst, handschriftlich aufzuzeichnen."
Ota Filip, geboren 1930 in Mährisch-Ostrau, beschreibt in dieser bewegenden Romanbiografie "die fünfzehn Jahre zwischen Spätsommer 1939 und Weihnachten 1953, zwischen meinem neunten und dreiundzwanzigsten Lebensjahr, als auch mich mitten in Europa die von Stalin, von Hitler, vom schrecklichen Holocaust, von Gulags und von einer menschenverachtenden marxistisch-leninistischen Ideologie geprägte und verhurte Geschichte, sowie auch ihre kleineren Nebengeschichten, in die Mangel nahmen, zermahlten und ausspuckten."
Der tragische Impuls für die Niederschrift dieser bewegende Romanbiographie war der Selbstmord von Ota Filips Sohn Pavel. Er wurde, so vermutet man, durch manipulierte Wahrheiten und Halbwahrheiten ausgelöst, auf Grund von echten, aber auch zweifelhaften, in der Prager Unterwelt gekauften Dokumenten, die zu einer Pressekampagne führten, in der Ota Filip der Mitarbeit für die tschechoslowakische Staatssicherheit bezichtigt wurde. Auf der Grundlage seiner Akten im tschechischen Innenministerium gibt Filip hier im Rückblick auf die Jahre 1939 bis 1953 eine Darstellung seines "siebenten Lebenslaufs", wie ihn der Oberst Franticek Fiz 1951 bis 1953 verfasste.
Der siebente Lebenslauf
Autobiografischer Roman
1. Auflage 2001, 448 Seiten geb. mit SU
ISBN: 978-3-7766-2234-8
19,90 EUR D / 20,50 EUR A / 34,90 CHF (UVP)
Herbig
Pressestimmen
"Pflichtlektüre für jene, die verstehen wollen, dass auf beiden Seiten Unrecht getan worden ist."Oberösterreichische Nachrichten
