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Hexenkinder

Hexenkinder

Roman

2000, 1. Auflage, 344 Seiten geb. mit SU
ISBN: 3-485-00849-4
ISBN: 978-3-485-00849-5
19,90 EUR D / 20,50 EUR A / 34,90 CHF (UVP)
nymphenburger

Die Indianerin Tituba wird von Menschenjägern Ende des 17. Jahrhunderts als Sklavin verschleppt. Damit nimmt eines der unheilvollsten Dramen in der Geschichte der Vereinigten Staaten seinen Anfang: die Salemer Hexenprozesse.

Judith Herbst beschäftigt sich im Zuge einer Aufführung von Arthur Millers "Hexenjagd" intensiv mit der Leidensgeschichte Titubas. Als sie ein Mädchen zur Welt bringt, zeigt dieses viele unerklärliche Auffälligkeiten. Ist ihre Tochter eine Wiedergeburt dieser Hexe? Die Geschichte von Verfolgung und Vertreibung scheint aus der Geschichte des Menschen nicht wegzudenken zu sein.

Frido Mann ist ein faszinierender Erzähler, der es versteht, mit seiner unglaublichen erzählerischen Erfindungsgabe komplexe Zeitebenen in einem Roman zu verweben.
Werden Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten deshalb diskriminiert, weil die Menschen ihres Umfelds Hass, Neid und Angst empfinden? Oder geraten die von Gott Erwählten in Versuchung, ihre Gaben zu missbrauchen und sie mit einer Art Teufelspakt frevlerisch zu erweitern? Dieser Roman ist ein dichtes Gemälde von Verfolgung und Vertreibung durch die Jahrhunderte in Europa, Nordamerika und Brasilien


"Der Prinz einer Dynastie des Wortes (...) Mann hat eine Form des Kubismus in die Literatur gebracht, die es so noch nie gab."
Süddeutsche Zeitung

"Der Reiz liegt in der mehrfachen Gebrochenheit, im Nebeneinander, die sich am Schluss, einem kafkaesk offenen Ende, zum Kaleidoskop fügen."
Thüringer Allgemeine Zeitung