Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend in Schlesien. Rückblick auf eine zauberhafte Landschaft, auf Schlösser und Gärten und auf eine unauslöschbare Geschichte.
Was der Schüler Werner als seine Heimat Schlesien erfährt, wird dargestellt in der kleinen Stadt Parchwitz in der Zeit von 1939 bis 1945. Werner und seine Freunde wachsen in einer starken Verbundenheit mit der Landschaft und der Geschichte ihrer Heimat und damit einer siebenhundert Jahre alten deutschen Kulturgeschichte auf. In Parchwitz hatte Friedrich der Große im Siebenjährigen Krieg sein Hauptquartier vor der einstmals berühmten Schlacht bei Leuthen. Den Choral "Nun danket alle Gott" sangen die Preußen nach der gewonnenen Schlacht. Und als sie vom Ende des Krieges erfuhren, sangen dann die Parchwitzer auf dem Ring ihrer Stadt "Nun danket alle Gott".
1945 findet die Idylle von Parchwitz, aber auch die der Schlesischen Lande ihr Ende. Werner und seine Familie können sich retten, andere nicht. Parchwitz wird am 8. Februar von sowjetischen Soldaten eingenommen, die deutsche Wehrmacht verteidigt die Stadt nicht. Hillers Buch erschöpft sich nicht in Erinnerungen, sondern wendet sich auch dem lange tabuisierten Thema der Vertreibung und dem Umgang mit dem Begriff des Preußentums zu. Jahrhunderte lang hatten zwischen Russland, Polen sowie dem Baltikum einerseits und andererseits Preußen im Besonderen und Deutschland im Allgemeinen starke kulturelle Verbindungen bestanden. Bedauerlicherweise spielen diese in der neuen Zeit keine wesentliche Rolle mehr, dafür sind die wirtschaftlichen Beziehungen für den erwünschten Wohlstand der Menschen von entscheidender Bedeutung. Dass dies so deutlich ausgesprochen wird, lässt die ERinnerungen des Autors auch in die Zukunft weisen.
"Nun danket alle Gott"
Erinnerungen an eine Jugend in Schlesien
2003, 1. Auflage, 244 Seiten
ISBN: 3-8004-1457-0
ISBN: 978-3-8004-1457-4
16,90 EUR D / 17,40 EUR A / 30,10 CHF (UVP)
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