"Ich liebe dich", das sind fünf autobiografische Geschichten der Autorin, fünf Stationen mit einem Hauch Selbstironie, durchwoben von unbekümmerter Heiterkeit und verhaltener Sinnlichkeit.
Der bunte Reigen dieser Miniaturmemoiren über erlebte, aber auch nicht erlebte Liebe beginnt mit einem romantischen Frühlingserwachen "So fing es an ..." Diese erste Liebe gilt dem Sohn eines Geschäftsfreundes und musste zur großen Enttäuschung führen, denn die Verliebte ist gerade fünf Jahre alt.
Ganz anders ist da schon die Altershürde, wenn man eine Schauspielerin ist, sich wie Mitte Zwanzig gibt, doch wie fünfzehn aussieht und ausschließlich verruchte Rollen studieren möchte. Ein Burgtheaterlehrer hat es dann schwer mit einer solchen "Messalina aus gutem Hause", künstlerisch und seelisch. "Sommernacht" ist die Flucht einer kapriziösen Frau und eines jungen Mannes in eine schwedische Mittsommernacht, um jeweils eine verflossene Liebe zu vergessen. Es folgt der amüsant-entlarvende Bericht "Sonntage mit Nino" über einen anstrengenden wie ahnungslosen Liebhaber. Und den Schlusspunkt des Reigens setzt "Engelchen", bereits mit dem Ton wissender Elegie und lächelnder Selbstironie.
